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 OBEDIENCE:

Obedience steckt in Deutschland geradezu noch in den Kinderschuhen, erfreut sich aber zunehmender Beliebtheit. Prüfungen sind jedoch noch nicht in allen Kreisgruppen des BLV vertreten. Viele Außenstehende setzen Obedience auf eine Ebene mit Agility, THS und CSC. Wer aber einmal ein Training oder eine Prüfung mit verfolgen oder selbst daran teilnehmen konnte, wird diesem Vorurteil entschieden entgegentreten. Obedience ist eher eine weiterentwickelte Art der VPG Unterordnung bzw der Begleithunde-ausbildung, mit Parcourslaufen hat es eher wenig zu tun. Es handelt sich um eine hohe Form der Hundeausbildung, bei der sehr viel Wert auf Korrektheit und Geschwindigkeit gelegt wird.


Die ersten beiden Prüfungstufen lassen sich noch ohne übermäßigem Aufwand absolvieren. Ab der Klasse 2 jedoch werden sehr hohe Anforderungen an Hund und Ausbilder gestellt, weshalb in der Klasse 2 und 3 eher wenig Teams laufen. Besonders arbeits- und zeitaufwändig sind hierbei die Box und der Apport. Umso höher die Klasse umso schwieriger ist es für einen Hund sich im Ring zu orientieren. Gerade hier wird vielen Hunden ihre Geschwindigkeit und ihr Trieb zum Verhängnis. Andererseits sind diese Eigenschaften geradezu grundlegend für einen Obediencehund, denn das triebfödernde Werfen von Bringhölzern fällt in diesem Sport weg. Auch alle anderen Übungen laufen sehr ruhig und ohne besondere Möglichkeit der Triebförderung ab. Einen trieblich gering angesetzten Hund hier zum Laufen zu bringen ist wirklich eine Kunst und in Prüfungen meist auch eher unzuverlässig.


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 BLUE:

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Ich hätte nie für möglich gehalten dass Blue einmal so ein temperamentvoller Hund wird, er ist immer mit Begeisterung dabei und fordert seine Bestätigung nahe zu. Anfangs war Blue ein sehr ruhiger Zeitgenosse, der zwar immer dabei war, es aber lieber langsam angehen lassen wollte. Ich bin sehr froh dass sich seine Arbeitseinstellung so zum Positiven geändert hat.

Blue soll im Großen und Ganzen genauso fußlaufen wie Lucky. Ihn möchte ich jedoch noch etwas mehr strecken und bei Linkswendungen und -winkeln "ranspringen" lassen. Auch aus dem Vorsitz soll er ranspringen.

Begonnen habe ich die Ausbildung im Heelwork mit der Grundstellung. Dabei musste er sich noch nicht an mir ausrichten, lediglich ordentlich sitzen. Ich habe mich in die richtige Position gebracht und ihn mit einem Leckerli in die richtige Kopfposition gelockt. Mit einem Click habe ich ihn dann immer bestätigt wenn er nicht an der Hand "klebte" (also Abstand zu ihr hatte) und er Kopf und Hals schön durchstreckte. Das ging sogar soweit dass er irgendwann begann mit den Vorderpfoten leicht abzuheben. Nach etwa 3 Monaten, als er die Grundstellung verinnerlicht und das ranspringen in diese gelernt hatte, machte ich den ersten Schritt. Bis Blue begriffen hatte dass er die Pfoten werfen und den Kopf weiterhin so halten soll, verging eine ganze Weile. Auf die richtige Position am Fuß legte ich bis jetzt noch kein Wert. Die Grundstellung trainierte ich natürlich weiterhin, aber mit einer größeren Distanz zur Hand und schließlich mit einem Ball unter dem Arm.

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Aktuelles Trainingsziel (mit 8 Monaten):
Momentan arbeite ich an seiner Position. Ich bestätige fast nur noch wenn er leichten Kontakt zum Bein hat, dass er momentan leicht vorprellt ignoriere ich noch. Zusätzlich arbeite ich daran dass ich in der Grundstellung die Hand normal halten kann und er seine Position trotzdem behält. Leider vergesse ich diesen Part des Trainings häufig, weshalb wir hier nur langsam Vorschritte machen.

Außerdem kennt Blue bereits den Target, Sitz, Platz und Steh natürlich und auch den Vorsitz. Demnächst werde ich mich das Training auf die Box ausweiten. Nachdem Blue ein sehr eifriger Hund ist, spiele ich auch schon mit dem Gedanken das Apportieren zu beginnen.